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Mehr als die Hälfte aller schwangeren Frauen leidet unter Rückenschmerzen und Verspannungen im Bereich des Kreuzbeins. 
Ich habe mit der Osteopathin Simone Lüders gesprochen, die das aus ihrer täglichen Praxis kennt. 
Doch in der Schwangerschaftsbegleitung sind viele Therapien stark eingeschränkt: Die Bauchlage entfällt meist völlig. 
Laut Simone Lüders liegt das selten an medizinischen Risiken, sondern fast immer an der falschen Lagerung. Unser Liegenkonzept kann dieses Problem lösen. 


Anatomische Ursachen und therapeutische Grenzen 

Die Ursachen für die typischen Beschwerden in der Schwangerschaft sind in der Regel anatomischer Natur. 
Mit dem wachsenden Gewicht des Kindes verlagert sich die Statik der Wirbelsäule, was häufig zu einer ausgeprägten Hyperlordose – dem umgangssprachlichen Hohlkreuz – führt. 
Gleichzeitig schüttet der Körper das Hormon Relaxin aus.
Es lockert Sehnen und Bänder, um das Becken für die Geburt zu weiten. Der gesamte Halte- und Muskelapparat verliert dadurch vorübergehend an Stabilität, was schmerzhafte Verspannungen auslösen kann. 

„Für mich ist die Schwangerschaft primär ein Zeichen von Gesundheit und nicht von Krankheit“, betont die Osteopathin Simone Lüders, die in ihrer Rosenheimer Praxis täglich Schwangere behandelt. 
„Wir können werdende Mütter bei diesen Anpassungsbeschwerden hervorragend unterstützen und die Beckengelenke gezielt auf die Geburt vorbereiten.“ 

In der Praxis stößt die Behandlung im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft jedoch schnell an Grenzen. 
Behandlungen finden dann meist nur noch in Seiten- oder Rückenlage statt – oft mangels geeigneter Liegen. Das schränkt das therapeutische Spektrum massiv ein. Viele viszerale Techniken, die einen muskulär entspannten Bauchraum voraussetzen, lassen sich in Seitenlage nur unzureichend anwenden. 
Doch auch in ergonomischer Bauchlage bleiben viszerale Techniken je nach Schwangerschaftswoche und individueller Situation der Patientin nur eingeschränkt möglich. 

Ergonomie als therapeutischer Hebel in der Praxis 

Wir haben mit unserer Massageliege Modell PRO Baby eine Lösung entwickelt. 
Anstelle einer starren Aussparung im Bauchbereich setzen wir auf ein austauschbares Mittelteil aus flexiblem Neopren. 
Es gibt unter dem Gewicht des Bauches nach, hält den Brustkorb jedoch stabil, wodurch schmerzhafte Druckpunkte an den Rändern entfallen. 
Dadurch bleibt die ergonomische Bauchlage bis in das dritte Trimester hinein nutzbar. 

Simone Lüders erzählt, dass dies ein Gewinn für ihre tägliche Arbeit bedeutet: 
„Bislang war ich bei der Geburtsvorbereitung oft auf die Seiten- oder Rückenlage beschränkt. Die Bauchlage ermöglicht es mir nun, das Becken und insbesondere das Kreuzbein sehr viel effizienter in allen Achsen zu mobilisieren.“ 

Neben dem rein fachlichen Aspekt spielt die psychische Entlastung für die Patientinnen eine wesentliche Rolle. Monatelang ist die Bauchlage im Alltag unmöglich. Sie auf der Behandlungsliege schmerzfrei wiederzuerlangen, baut nachweislich emotionale Spannungen ab. „Die Schwangeren sind alle begeistert und freuen sich, so bequem auf dem Bauch liegen zu können. Meistens werde ich angestrahlt und alles sagen: „Ich habe schon gehofft, dass Sie mich wieder auf den Bauch legen!“, berichtet Lüders. 

Eine moderne Schwangerschaftsbegleitung erfordert neben fachlicher Expertise über Kontraindikationen auch ein hohes Maß an Empathie und therapeutischer Verantwortung. 
Dazu gehört auch die enge interdisziplinäre Absprache mit Gynäkologinnen und Hebammen – insbesondere da anhaltende Schmerzen im Lenden- und Kreuzbeinbereich stets medizinisch abgeklärt werden müssen, um Komplikationen wie vorzeitige Wehen auszuschließen. 
Eine zeitgemäße Begleitung zeigt vielmehr: Die beste therapeutische Expertise kann sich erst dann vollkommen frei entfalten, wenn auch die äußeren Rahmenbedingungen den physiologischen Bedürfnissen von Mutter und Kind uneingeschränkt gerecht werden.

Autor: Klaus Rixner

Gründer & Geschäftsführer, ausgebildeter Osteopath & Physiotherapeut

Klaus Rixner

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